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Charisma: Als Franziskanerinnen die Barmherzigkeit Gottes leben

    Für Marie de la Passion stellt die franziskanische Lebensweise die beste Art zu leben dar, um das zu verwirklichen, von dem sie überzeugt war ...

Mère Gabrielis

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Mère Maria Gabrielis

2010-05-31 Michaela GEHART

 

         

 

    Monika, wie sie vor ihrer Einkleidung mit dem Vornamen hieß, wurde am 29. März 1905 im Schloß Obergläsersdorf, Kreis Lüben/Niederschlesien, geboren, wo sich damals ihre Eltern, Valentin Graf v. Ballestrem und Agnes, geborene Gräfin zu Stolberg-Stolberg, niedergelassen hatten und wo sie mit ihren acht Geschwistern eine frohe Kindheit  und Jugendzeit verlebte. Am 19. März 1928 begann sie das Noviziat im Annunziatakloster in Österreich, wobei sie den Ordensnahmen Maria Gabrielis erhielt.  

                                                                                                                                                                   

    Ihre Schwerhörigkeit war für sie eine große Belastung, weil sie keinem Gespräch, und keiner Predigt ganz folgen konnte. Doch versuchte sie es immer mit Gleichmut zu ertragen. Sie war mit verschiedenen Aufgaben innerhalb des Klosters betraut: als Sekretärin, Ökonomin, Assistentin und lebte in Eichgraben, Wien, Warschau und schließlich in Katscher.

                                                                             

    Am Karfreitag, dem 30. März 1945 fiel die russische Armee in Katscher (Oberschlesien) ein. Jedoch konnten die Schwestern noch eine ruhige Nacht im Kloster verbringen. Am Morgen des Karsamstag feierten die Schwestern Liturgie im Oratorium des Klosters, weil die Benutzung der Kirche aus Angst Bombardierungen zu gefährlich erschien. Nach der Wandlung wurden sie von einem russischen Soldaten unterbrochen. Sie mussten in den Hof gehen und sich nebeneinander aufstellen, doch der Soldat getraute sich – außer Schikanen – nichts den Schwestern anzutun.  Schließlich ging der Soldat mit dem Priester, der ihm Wein versprochen hatte. Die Schwestern flüchteten sich unterdessen zurück ins Refektorium des Klosters und verrammelten die Türen. Den ganzen Tag über war das Kloster voller Soldaten, die mit Handgranaten „spielten“. Doch den ganzen Tag über geschah nichts Schlimmeres. Am Abend legten sich die Schwestern auf den Fußboden des Refektoriums. Gegen Mitternacht waren im Keller das Schreien von Frauen und alten Männern zu hören, die sich aus der Stadt zu den Schwestern geflüchtet hatten. Dann wurde die Kellertür gesprengt und die Soldaten kamen über die Küche ins Refektorium der Schwestern.

                                                                                         

    Während zwei Soldaten ins Refektorium kamen, sammelten sich die Schwestern in zwei Gruppen. Einer der russischen Soldaten riss einer Schwester das Missionskreuz aus der Hand und warf es in eine Ecke. Schließlich wollte sich ein Soldat aus den Schwestern eine „Frau“ suchen, doch wurde diese von den anderen festgehalten. Es kam zu einem Handgemenge, bei dem M. Gabrielis mit der Pistole mehrmals auf den Kopf geschlagen und schließlich auf sie geschossen wurde. Sie wurde am Kopf verletzt und verlor das Bewusstsein, während das Herz stoßweise Blut aus der Kopfwunde pumpte. Nach ca. einer halben Stunde verstarb M. Gabrielis  um 1 h 30, am Ostersonntag, dem 1. April 1945. Am Nachmittag desselben Tages wurde sie - in ein einfaches Leinentuch gewickelt - auf einem Feld hinter dem Kloster beerdigt.

                                                                                             

    Alle Schwestern mussten daraufhin das Kloster verlassen und konnten erst wieder im Mai 1945 in ihr Kloster nach Katscher (von nun an Kiertz) zurückkehren – jedoch nur polnische Schwestern, die deutschen Schwestern wurden vertrieben.

                                                                                   

    Eineinhalb Jahre später, im Oktober 1946 wurden die sterblichen Überreste von M. Gabrielis exhumiert und am städtischen Friedhof in Katscher beerdigt.

 

 

 

 

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