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Kamhlushwa – Sr. Heidi aus Südafrika

Kamhlushwa – Haus der Hoffnung  – Sr. Heidi aus Südafrika So wird das Haus unserer Gemeinschaft genannt. ...

Mère Marie de la Passion

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GRÜNDERIN: Marie de la Passion

2010-05-31 Michaela GEHART

 

         

 

   

    Gegründet wurde unser Institut 1877 von der Französin Hélène de Chappotin, mit Ordensnamen: Marie de la Passion.

                                                                                         

    Sie wurde am 21. Mai 1839 in Nantes, Frankreich, geboren. Der Glaube wurde in ihrer Familie auf sehr traditionelle Weise und sehr bewusst praktiziert. Der Tod ihrer Schwester und einer Cousine hinterließ in ihr tiefe Spuren und sie begann, nach dem zu suchen, was „bleibt“ und was wirklich Wert hätte, geliebt zu sein.

   

     Mit 15 Jahren nahm sie an Exerzitien teil und machte dort eine Gotteserfahrung, auf die sie mit einem Leben in einem Orden antworten wollte. Doch kurz vor ihrem geplanten Eintritt in ein Klarissenkloster starb ihre Mutter.

   

    Erst mit 21 Jahren entschloß sie sich bei den Klarissen in Nantes einzutreten. Obwohl sie dort eine Bestätigung ihrer Berufung erhielt und eine weitere prägende Gotteserfahrung machte, musste sie das Kloster aus Gesundheitsgründen verlassen. Sie kehrte enttäuscht zu ihrer Familie zurück, blieb aber im Herzen mit der franziskanischen Spiritualität sehr verbunden und sah diese als ihren Lebensweg an.

   

    Mit 25 Jahren wagte sie es schließlich noch einmal und trat auf Anraten ihres Beichtvaters in die Ordensgemeinschaft der „Marie Reparatrice“ („Sühneschwestern Mariens“) ein. Diese Kongregation folgte der jesuitischen Spiritualität und hatte auch zur damaligen Zeit einige Missionsgemeinschaften in Indien. Dorthin wurde Marie de la Passion noch als Novizin (1865) gesandt und zwar in die Mission nach Madura, wo sie 11 Jahre blieb.

   

    Die Schwestern waren vor allem in der Erziehung von Frauen und Mädchen eingesetzt und sollten bei der Gründung einer einheimischen, indischen Kongregation helfen. Schon nach kurzer Zeit wurde Marie de la Passion zur Hausoberin ernannt und anschließend zur Provinzoberin von Madura – ein Amt, das sie 9 Jahre lang ausübte. Marie de la Passion war sehr praktisch, tatkräftig, hatte viele Ideen um den Missionsanforderungen entsprechen zu können. Doch erfuhr sie sehr bald auch Schwierigkeiten, die durch den Unterschied der Kulturen, des Missionsverständnisses, der Zusammenarbeit mit den Jesuiten etc. bedingt wurden. Diese Auseinandersetzungen erreichten 1876 ihren Höhepunkt und mit Marie de la Passion beschlossen 20 andere Schwestern, sich vom Institut der „Reparatrices“ zu trennen. Sie ließen sich in einer anderen Diözese in Ootacamund in Indien nieder und erhielten vorübergehend den Status einer diözesanen Kongregation mit dem Namen Missionarinnen Mariens. Doch Marie de la Passion wollte das neue Institut mit einem universal-missionarischen Auftrag und ging deshalb mit drei ihrer Schwestern nach Rom. Dort erhielt sie von Papst Pius IX. die Erlaubnis ein eigenes Institut zu gründen: Der 6. Jänner 1877 gilt seitdem als Gründungstag unserer Kongregation.

   

    Auf Vorschlag der Glaubenskongregation öffnete Marie de la Passion in Saint-Brieuc (Frankreich) ein Noviziat und sehr schnell traten junge Frauen ein, die ihr Leben Gott und der Mission weihen wollen. In den folgenden Jahren ging Marie de la Passion mehrmals nach Rom, um die Schwierigkeiten zu lösen, mit denen das junge Institut konfrontiert war.

   

    1882 erhielt sie die Erlaubnis, in Rom ein Haus zu gründen. In dieser Zeit fand sie ihre franziskanische  Ausrichtung  wieder,  die  ihr Gott schon 20 Jahre vorher bei den Klarissen angezeigt hatte. Am 4. Oktober 1882, wurde sie in der Kirche Aracoeli in den Dritten Orden des Hl. Franziskus aufgenommen. Sie trat mit dem Generalminister P. Bernardin de  Portogruaro, in Kontakt, der ihr in den kommenden Schwierigkeiten immer wieder seine Unterstützung erwies: Denn im März 1883 wurde Marie de la Passion ihres Amtes als Generaloberin des Instituts enthoben, das seit der Gründung immer wieder starken Widerspruch innerhalb der Kirche erfahren hatte. Mehr als ein Jahr lang wurde eine Untersuchung des Falls kirchlicherseits durchgeführt bis sie  wieder rehabilitiert wurde. Beim Generalkapitel im Juli 1884 wurde sie einstimmig von ihren Schwestern als Generaloberin wiedergewählt.

   

    Ab August 1885 nannten sich die Schwestern offiziell Franziskanerinnen Missionarinnen Mariens. Der missionarische Eifer von Marie de la Passion kannte von nun an keine Grenzen mehr. Aus der ganzen Welt trafen nun Bitten ein, um Häuser, Spitäler, Werkstätten für Arme und Verlassene etc. zu gründen. Der Schutz der Frau und die soziale Frage interessierten die Schwestern besonders.  

   

     Ihren Dynamismus schöpfte Marie de la Passion aus den grossen Glaubensgeheimnissen. Alles führte Marie de la Passion zum dreifaltigen Gott, der Wahrheit-Liebe und Liebe-Wahrheit ist, der sich dem Menschen durch das Ostergeheimnis Christi gibt und sie selbst sieht ihre Opfer-Berufung in kirchlicher und missionarischer Dimension. Jesus in der Eucharistie war für sie «der grosse Missionar» und Maria mit ihrem «Ecce» (Hier bin ich) und ihrer Verfügbarkeit, zeichnete den Weg der vorbehaltlosen Hingabe für das Werk Gottes vor. So öffnete sie ihr Institut für die universale Mission und verwurzelte es im Geist des Heiligen Franziskus in Einfachheit, Armut und Liebe. Sie trug nicht nur Sorge für die Organisation der Werke, sondern vor allem lag ihr die geistliche Ausbildung ihrer Schwestern am Herzen. Da sie mit einer aussergewöhnlichen Fähigkeit zur Aktivität ausgestattet war, fand sie noch die Zeit, zahlreiche Schriften über die Ausbildung zu verfassen und sie folgte ihren Missionarinnen, die auf der ganzen Welt verstreut waren, durch häufigen Briefwechsel, und wies jedes Mal mit Nachdruck auf ein Leben in Heiligkeit hin, das die Schwestern führen sollten. Erschöpft  von  vielen  Reisen  und  der  täglichen Arbeit starb Marie de la  Passion  nach   kurzer   Krankheit   in   Sanremo   am   15.  November 1904 und ließ mehr als 2000 Ordensfrauen und 86 Häuser auf vier Kontinenten zurück.

                                                                         

    Ihre sterblichen Überreste ruhen in einem privaten Gebetsraum, der sog. blauen Kapelle, im Generalhaus des Instituts der Franziskanerinnen Missionarinnen Mariens in Rom, Via Giusti.

                                                                       

    Am 23. April 2002 wurde Marie de la Passion von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen.  Ihr liturgischer Gedenktag wird am 15. November gefeiert.

   

   „Die Wirklichkeit des Instituts gestaltet sich überall anders: und dennoch ist das Institut grösser geworden und beginnt, sich zu verwurzeln. Dank dieses raschen Wachstums können wir so vielen Herausforderungen und Bitten nachkommen“.  (Marie de la Passion)

 

 

 

 

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